Instagram Highlight

2015/02/14

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'This Elijah Wood look-a-like is all hunk, no hobbit. He probably weekends in the Berkshires with his golden retriever, hiking and chopping wood with those big hands. He could trek to Middle Earth and I'd still follow. #illtakethatring'

© Instagram/hotdudesreading





'Check out this Brooklyn-bound-boss' material. Maybe he's an aspiring actor/writer/producer/director/nudist looking for tips. Doesn't matter I love a man getting in touch with his feminine side. When will he get in touch with mine? Just kidding. #notthatkindofgirl'

© Instagram/hotdudesreading





'Ahoy handsome! Just caught a glimpse of his elusive beauty reading Moby Dick in the crowded waters of the L train. There may be other fish in the sea, but this white whale has me hooked. #reelmein'

© Instagram/hotdudesreading





'Dapper Dude Alert! Damn. Whatever prose he's reading cannot match the beauty of that full beard. He's like the hot English Professor of my dreams, only with way better hair. #voluntarydetention'

©Instagram/hotdudesreading





'Tall, dark and handsome with a thick beard AND a thick...book? This man must be straight out of the fiction section because he's too good to be true. If only he was patiently waiting for me instead of the E train. #YouKnowWhatTheySayAboutThickBooks'

© Instagram/hotdudesreading





'Sigh. This Clark Kent look-alike seems to just flown in from Krypton to spend some QT on the F train with us mere mortals. I may have to pretend to faint so he'll catch me but i'm going to let him finish the last few pages of 100 Years of Solitude first. #superman'

© Instagram/hotdudesreading





'Spotted this scruffy prince on his morning commute. Probably to sculpture class. I'm sure he's reading a collection of post-war Russian short stories, but really thinking of how he made love to his French girlfriend this morning and the gluten free toast they shared after. #marryme'

© Instagram/hotdudesreading



Hot Dudes Reading



Hotdudesreading seems to be the new sensation among the countless number of Instagram Accounts. Something we just had to share! The idea behind these pictures is simple: Handsome men are secretly photographed while reading on the subway and the result is captured with a witty caption. A recipe for success. How could anybody not love this! 

Hotdudesreading scheint die neueste Sensation unter den unzähligen Instagram Accounts zu sein.
Die Idee, die hinter den Bildern dieses Accounts steckt, ist im Grunde simpel: Gut aussehende, in Bücher vertiefte Männer werden heimlich fotografiert und das Resultat mit einer originellen Bildunterschrift versehen. Ein wahres Erfolgsrezept!






Kim Kardashian Vogue 2014

2014/03/21

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How to ruin a Legend with just one cover



Die amerikanische Vogue, das ist ganz großes Kino – im wahrsten Sinne des Wortes. Eine Vielzahl vergangener Editorials sind legendär. Eine legendär schlechte Entscheidung hat man nun getroffen, mit Kim Kardashian auf dem Cover der April Ausgabe. Eine fulminante Fehleinschätzung, die dem Magazin nachhaltig schaden wird, stand insbesondere die amerikanische Vogue doch immer für glänzende Editorials und herausragenden Journalismus. Dagegenhalten könnte man, dass mit Kardashian – quasi eine Mutter Theresa der Leere für die Generation Smartphone – dem Zeitgeist voll entsprochen wird. Eine Argumentation, die jedoch für Ikonen wie die Vogue nicht geltend gemacht werden sollte. Schließlich werden diese erst durch das Setzen von Standards und die bewusste Abgrenzung vom Mainstream zu eben solchen. Junge Menschen brauchen auch im Jahr 2014 echte Vorbilder – frei von Trash und Porno.


A Vogue cover is one of the highest honors in the world of fashion-industry, held by supermodels, celebrities or icons of our time – normally. Kim Kardashian finally got her Vogue Cover. Good for her, not so good for US Vogue. Frankly: this is rock bottom for US Vogue and Anna Wintour, who did a really bad decision. That the "bible of haute couture" would put the "queen of trash" on its cover didn’t sit well with the worldwide readers. That this cover could certainly make a shift for the haute-couture magazine is a big delusion. Dear Vogue: Especially concerning of the young readers, they are not as simple as you think. They still need an icon – without porn, without trash.


Bilder © Annie Leibovitz, Vogue, April 2014

Jil Sander leaves Jil Sander

2013/10/27

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Thank you Jil Sander




Für die Vision von minimalistischer Mode. 

Für die klaren Farben und die präzisen Schnitte. 

Für die Zurückgenommenheit.

Für den zweiten Blick. 

Für die Qualität. 

Für eine der wenigen echten Marken.

Dass du viele andere Modelabels inspirierst.  

Dass wir uns als Deutsche ein wenig besser fühlen dürfen. 

Dass Du uns Raf Simons geschenkt hast.  

Für Dich in Schwarz-Weiß.


For being a pioneer of minimalism fashion.

For pure colors and ultra precise cut lines.

For understatement.

For the second glance.

For the quality.

For building one of the few authentic brands.

For being a role model for others in the fashion industry.

For making me feel better – as a german.

For giving us Raf Simons. 

For looking great on b/w photos. 



Bild © Jil Sander


Meret Oppenheim Retrospective Berlin

2013/09/01

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Meret Oppenheim Retrospective in Berlin 


Zurück aus der Sommer Pause, wollen wir euch eine außergewöhnliche Kunst-Ausstellung ans Herz legen, die wir kürzlich besucht haben – und zurzeit für viel Furore sorgt. Dabei handelt es sich um die großartige Meret-Oppenheim-Retrospektive in Berlin. Folgend findet ihr einen Beitrag den wir kürzlich auf suprememag.tv veröffentlicht haben: 

Sie zählt zu den einflussreichsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Berlin feiert Meret Oppenheim, anlässlich ihres 100. Geburtstags, mit einer beeindruckenden Retrospektive im Martin-Gropius-Bau.

Eine Gleichung, ein Statement: X=Hase. Zu sehen ein X, dahinter ein knuffiger Hase und das alles im Mathematikheft. Inspiriert von Paul Klee, setzt Meret Oppenheim im zarten Alter von 16, ihre erste künstlerische Manifestation und irritiert damit gleichermaßen Vater – der zwischenzeitlich an ihrem Verstand zweifelte – wie Umgebung. Mit viel Selbstverständnis geht es dann auch weiter. Schullaufbahn vorzeitig abgebrochen. Kunstausbildung in Paris. Das alles als Frau. Das alles im Jahr 1931. Ganz schön lässig, könnte man meinen. Setzt man sich jedoch mit dem facettenreichen Werk Oppenheims auseinander, so lautet die Antwort: Dahinter steckt eine Frau mit Eigensinn. Eine Frau die alles wollte; die alles machte.

Was anschließend in Paris folgt, ist fast schon legendär: Meret bleibt nicht lange bei ihrem Kunststudium – das aufgezwungene Lernen ist ihr eine Gräuel. Stattdessen gründet sie rasch ihr eigenes Atelier und arbeitet autodidaktisch an Zeichnungen, Gemälden, Collagen, Objekten. Fast nebenher freundet sie sich mit bekannten Surrealisten wie André Breton an, pflegt intensive Kontakte zu Größen wie Joan Miró, Salvador Dalí, Max Ernst, Marcel Duchamp oder Kurt Seligmann – für Man Ray stand sie gar Modell. Das bemerkenswerte: Alles auf Augenhöhe. Der große Clou folgt dann kurze Zeit später 1936 mit der Tasse aus Fell. Angeblich entstanden durch eine Plauderei mit Picasso, unsterblich gemacht durch das Museum of Modern Art, ist "Frühstück im Pelz" das bist heute meist zitierte Werk des Surrealismus. Ebenfalls aus dieser Zeit: "Mein Kindermädchen" als eine Art Truthahnbraten.
Der frühe Erfolg war Fluch und Segen zugleich. Es folgen eine lange Phase der Schwermut und der Selbstfindung, bevor die Künstlerin ab 1954 zu alter Stärke zurückfindet. War Oppenheim in ihrem frühen Schaffen vor allem als die "Umwandlerin" bekannt, zeigen sich deren Arbeiten nun differenzierter. Vorrangig in Bern tätig (außerdem in Paris und im Tessin), entstehen in den Folgejahren bekannte Werke wie "Das Paar" von 1954, "Schwarze Strichfigur" von 1960, "Eichhörnchen" von 1969, "Sechs Wolken auf einer Brücke" von 1977 oder "Für Karoline von Günderode" von 1983.
Die große Anerkennung kommt erst spät. 1982 wird sie  mit dem Großen Preis der Stadt Berlin ausgezeichnet und nimmt gleichzeitig an der Documenta in Kassel teil, bevor sie kurze Zeit später als Mitglied der Berliner Akademie der Künste aufgenommen wird. Meret Oppenheim stirbt 1985 in Basel.

Wenn man nun durch die zehn Themenräume im Martin-Gropius-Bau schlendert, bekommt man eine erstaunliche Vielseitigkeit zu sehen. Und stellt fest: Es gibt nicht den einen Meret Oppenheim-Stil. Angefangen von den viel beachteten Frühwerken im Umkreis der Surrealisten bis hin zu ihrem Spätwerk mit zahlreichen Zeichnungen, Gemälden, Objekten, Collagen und Fotografien sowie den bemerkenswerten Dichtungen und Traumaufzeichnungen. Nachdem man sich mit dem beachtlichen Oeuvre Oppenheims auseinandergesetzt hat, ist das Fehlen der eigentlichen Ikone "Felltasse" kein Verlust. Der rosa-gefärbte Offsetdruck in Warhol‘scher Manier ist ohnehin die charmantere Anekdote. Was bleibt, ist das Bild einer Visionärin, das am Ende eines offenbart: Meret Oppenheim. 

"Meret Oppenheim Retrospektive". Bis 1. Dezember 2013. Martin-Gropius-Bau, Berlin.


Back from summer brake, we wanted to post something about the remarkable Meret Oppenheim exhibition in Berlin. Oppenheim became famous with a teacup that the artist covered with fur. The exhibition at Martin-Gropius-Bau in Berlin shows the whole spectrum of Meret Oppenheim’s oeuvre, which in its independence and diversity is still seen a pioneering force even today. It presents around 200 exhibits in 10  rooms. A few days ago we wrote a detailed article (in german) about this exhibition on suprememag.tv. For more information about this great retrospective published in english visit the following link. 

"Meret Oppenheim Retrospective". Until 1st December 2013. Martin-Gropius-Bau, Berlin, Germany


Bild 1 © VG Bild-Kunst, Bonn, 2013 1) Porträt mit Tätowierung, Bild 2 © meret-oppenheim.de 2) X=Hase, undatiert, Bild 3 © Margit Baumann, Bern 3) Meret Oppenheim mit "Frühstück mit Pelz", 1971, Bild 4 © VG Bild-Kunst, Bonn, 2013 4) Mit sechs Wolken auf einer Brücke, 1977 Bild 5 © ProLitteris, Zürich, 5) Mein Kindermädchen, 1936/37, Bild 6, 7, 8, 9 © VG Bild-Kunst, Bonn, 2013 6) Das Paar, 1956 7) Schwarze Strich-Figur vor Gelb, 1960-1981 8) Eichhörnchen, 1969  9) Für Karoline von Günderode, 1983, Bild 10 © unbekannt 10) Andenken an das Pelzfrühstück, 1971 (Foto von Man Ray) Bild 11 © Man Ray Trust, Paris / VG Bild-Kunst, Bonn, 2013 11) Meret Oppenheim: Man Ray, 1933








Anish Kapoor in Berlin

2013/06/28

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Anish Kapoor in Berlin


Anish Kapoor gehört zu den derzeit gefragtesten zeitgenössischen Künstlern. Das transzendente Spiel mit Farben erreicht Kapoor durch das Einbeziehen von Räumlichkeit und unterschiedlichster Materialien. Sein facettenreiche Werk ist schwer einzuordnen – Objekte, Skulpturen und Installationen werden zu einem einzigen Happening. Erstaunlich ist die Wirkung, wenn man dann vor den Arbeiten steht. Besonders deutlich wird dies bei der extra für den Lichthof geschaffenen Installation „Symphony for a Beloved Sun“. Mit seiner ersten großen Ausstellung in Berlin zeigt der Künstler ein umfangreiches Ouevre seines Schaffens. Zu bewundern sind die rund 70 Arbeiten des Turner-Preisträgers im Martion-Gropius-Bau Berlin. "Kapoor in Berlin", Martin-Gropius-Bau, 18. Mai bis 24. November 2013


Anish Kapoor is one of the most important of the world’s contemporary artists. Since his first sculptures – simple forms with paint pigments spread out on the floor – Kapoor has developed a multi-faceted oeuvre using various materials, such as stone, steel, glass, wax, PVC skins and high-tech material. In his objects, sculptures and installations the boundaries between painting and sculpture become blurred. For his first major exhibition in Berlin he will use the whole of the ground floor of the Martin-Gropius-Bau, including the magnificent atrium. Some of the works will have been specially designed for this venue. The show, comprising about 70 works, will provide a survey of the abstract poetic work of this winner of the Turner Prize from 1982 to the present. "Kapoor in Berlin", Martin-Gropius-Bau, 18 May to 24 November 2013


Deutscher Text © All Eyes On Us, Englischer Text © berlinerfestspiele.de
Bilder © Anish Kapoor / VG Bildkunst, Bonn, 2013, anishkapoor.com





Givenchy Fall 2013 Campaign

2013/06/20

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The Value of Love and Family


Unter all jenen Menschen, auf die man im Laufe seines Lebens trifft, findet sich mitunter glücklicherweise ein ganz besonderer Kreis. Es sind Menschen, die uns von unsagbarem Wert sind. Jene, die uns stets mit Ehrlichkeit, Respekt und Loyalität gegenübertreten; auf die man sich trotz allem und immerzu verlassen kann.
Diesen Wert hat auch Ricardo Tisci, Kreativ Direktor des französischen Modehauses, erkannt und beleuchtet nun die diesjährige Herbst/Winter Kampagne ganz unter dem Kerngedanken der Liebe und dem Wert der Familie .
Zu sehen sind hier der spanische Schauspieler Quim Gutiérrez, die Schauspielerin Amanda Seyfried, Model Dalianah Arekion, wie auch Carine Roitfeld mit ihrer Tochter Julia. Tisci gab zu erkennen, dass es sich bei ihnen um eben jenen Kreis an Menschen handelt, der für ihn den unschätzbaren Wert der Liebe und Familie widerspiegelt. Auf authentischen Schwarz-Weiß-Aufnahmen wurden, diese ihm so vertrauten und nahestehenden Menschen, festgehalten.
Fotografiert wurde die Kampagne in Zusammenarbeit der Beiden renommierten Fotografen Mart Alas und Marcus Piggot. Das Styling übernahm Carine Roitfeld, welche man selbst, wie schon erwähnt gemeinsam mit ihrer Tochter, im ersten Bild sieht. 

Among all those people we meet in a lifetime, a truly special kind can be found. People, who are of unutterable value. Those, who approach us with honesty, respect and loyalty.
Ricardo Tisci, creative director of the french fashion house, recognized the value of those people and decided to dedicate the latest Givenchy fall 2013 campaign to them.
The Camapaign shows the spanish actor Quim Gutiérrez, the actress Amanda Seyfried, model Dalianah Arekion, as well as Carine Roitfeld with her daughter Julia. Tisci signified that those are the people who represent love and family for him.
The authentic black and white photographs were taken by the two photographers Mart Alas and Marcus Piggot. Carine Roitfeld herself was concerned with the styling.


Bilder © Mart Alas und Marcus Piggot für Givenchy




Winona Ryder for Interview Magazine

2013/05/07

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A Magnificent Winona Ryder for Interview Magazine


With Winona Ryder on May cover, Interview Magazine makes easily it's best editorial for years. Absolutely stunning, ageless and sultry. Of course, we think Winona is still an icon and one of the most beautiful people in Hollywood (Even with a paper bag over her head). But in the early years, things were quite different. Winona tells Interview, that in her beginnings, she wasn't considered a beauty: 
"I remember one time in particular. I was in the middle of auditioning, and I was mid-sentence when the casting director said, "Listen, kid. You should not be an actress. You are not pretty enough. You should go back to wherever you came from and you should go to school. You don't have it." 

For more, read the full interview with Winona at Interview Magazine.


Mit der bezaubernden Winona Ryder auf dem Cover, schafft Interview eine der prägnantesten und besten Editorials seit Jahren. Winona war und ist eine der wenigen Persönlichkeiten, die aus dem üblichen Hollywood-Einerlei positiv heraussticht. Erst recht, wenn man bedenkt, dass Winona mit den Jahren immer mehr an Persönlichkeit und Aura gewonnen hat (so ganz gegen den glattgebügelten Hollywood-Trend). Im Gespräch mit Interview verrät Winona, dass ihr spezielles Aussehen, in jungen Jahren, nicht immer auf Gegenliebe gestoßen ist:
"Ich erinnere mich an eine ganz spezielle Situation. Während eines Vorsprechens unterbrach mich der Casting-Direktor und sagte, "Mädchen, für eine Schauspielkarriere bist du nicht schön genug. Du solltest zurück gehen, von wo immer du kommst und dort weiter die Schule besuchen. Du hast es nicht drauf!"

Mehr über Winona findet Ihr im Interview Magazin.

Text © All Eyes On Us 
Bilder © Craig McDean for Interview Magazine


Martin Kippenberger

2013/04/04

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We need to talk about Kippenberger


Bald kennt Ihn dann jeder, den Martin. Tänzer, Autor, Clubbesitzer und Bandmitglied. Legendär jedoch als Künstler. Und für die breite Masse spätestens jetzt bekannt mit der aktuellen Schau im Hamburger Bahnhof in Berlin. Dass Kippenberger, der bereits mit 44 Jahren starb und dieses Jahr seinen 60. Geburtstag gefeiert hätte, nach Gerhard Richter der am höchstdotierte deutsche Künstler ist, verwundert kaum. Anarchismus in der Kunst wurde bis in die 70er Jahre eher zaghaft, und wenn überhaupt wenig doppeldeutig, betrieben. Die radikale Wahrheit, für die Sigmar Polke steht, wurde von dem in Dortmund aufgewachsenen Künstler quasi ratifiziert und neu durchdacht. Bittere Wahrheiten begegneten einem von da an mit Spott und Parodie. Vordergründig naiv, hintergründig entlarvend. 



Das war vor allem zu seiner produktiven Schaffensphase ab 1980, mit den entscheidenden Stationen Berlin und Paris, der Fall. Hier enstanden Werke, die typisch für die anarchische Ästhetik Kippenbergers sind und deren Titel dies auch nachhaltig unterstreichen: Selbstporträts in Großstadt-Cowboy-Pose aus der Serie "Lieber Maler, male mir", das entlarvende Gemälde "Ich kann beim besten Willen kein Hakenkreuz entdecken" (1984) oder die sprechende Installation "Martin, ab in die Ecke und schäm dich" (1989). 
Später kamen dann die bekannten gekreuzten Frösche (1990) oder eine Werkserie aus schneeweißen Bilder (1991), die von Kindern kommentiert und bewertet wurde, hinzu. 
Dass Kippi oftmals mit dem Credo "Null Bock auf Ideen" spielte und zahlreiche Werke malen lies, stört indes kaum –  unterstreicht dies doch nur dessen ironische Sichtweise auf den schnöden Kunstbetrieb.



Die institutionelle Anerkennung stellte sich für Kippenberger zu Lebzeiten erst spät ein (Biennale 1996) und mit Ihr wohl auch die Routine und Affinität zum Kunstbetrieb, was für den Anarchie-Gedanken Kippenbergers weniger erträglich war. Postum ist der Künstler vollends im Kunstwahnsinn angekommen. Kleinste Kritzeleien auf Hotelbriefpapier, die auf zahlreichen Reisen entstanden sind, stehen preislich einem Neo Rauch "in Groß" (!) in nichts nach.  





During his lifetime Martin Kippenberger adopted many roles. He managed a famous nightclub in berlin, played in a band and was known as a gallant dancer, but most of all he was a great painter and artist. 
Ever since the exhibition "sehr gut/very good" at Hamburger Bahnhof in Berlin, Martin Kippenberger is everywhere.

Over the course of his 20-year career, Martin Kippenberger (1953–1997) cast himself alternately as hard-drinking carouser and confrontational art-world jester, thrusting these personae to the forefront of his prodigious creativity. 

He was also very much a player in the international art world of the 1970s right up until his death from liver cancer in 1997, commissioning work from artists such as Jeff Koons and Mike Kelley, and acting as unofficial ringleader to a generation of German artists

.

His extraordinary sense of humor and his overwhelming capacity to give shape to thought are expressed not only through the versatility of his media, but in the titles of the pieces themselves, which he considered to be an important part of his work: Selfporträts from the Serie "Lieber Maler, male mir", the ironic painting "Ich kann beim besten Willen kein Hakenkreuz entdecken" (1984) or the installation "Martin, ab in die Ecke und schäm dich" (1989). 




Ausstellung / Exhibition: 
"sehr gut/very good", Berlin, Hamburger Bahnhof, 3 February - 18 August 2013 18. August



Buchempfehlung / Book recommendation: 
Kippenberger: The Artist and His Families by Susanne Kippenberger, german edition / english edition

Deutscher Text © All Eyes On Us 
Englischer Text © angelehnt an Kippenberger: The Artist and His Families Susanne Kippenberger, Damion Searls 
Bild 1 © Urheber unbekannt. Bilder 2, 3, 5, 6 © Estate Martin Kippenberger, Galerie Gisela Capitain, 2) Zuerst die Füße, 1991. 3) Ohne Titel (aus der Serie Lieber Maler, male mir), 1981. 5) Paris Bar, 1993. 6) Ohne Titel, 1988. Bild 4 © Ulrike Oettinger, Tabea Blumensbein und Martin Kippenberger tanzend, 1978. Bild 7 © Elfie Semotan, Kippenberger in Venedig, Datum unbekannt





Meshit + Mark&Julia

2013/03/31

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Vienna's hottest designers


Last week me and Lilly went to the fashion show of two viennese labels for Suprememag. I am talking about 'Meshit' and 'Mark&Julia'. As expected both labels were impressing us with innovative and attracting designs. In case you liked our foretaste and you eventually haven't heard about them before you should have a look at their collections right away. It's worth it!

Letzte Woche bin ich mit Lilly für Suprememag zur Fashion Show zweier wiener Labels. Die Rede ist von 'Meshit' und 'Mark&Julia'. Wie erwartet haben uns beide Labels mit innovativen, dynamischen und ansprechenden Designs überzeugt. Falls euch unser kleiner Vorgeschmack gefallen hat und ihr eventuell sogar noch gar nichts von den beiden jungen Labels gehört habt, solltet ihr schleunigst mal ein Auge auf deren Kollektionen werfen. Es lohnt sich!

Bilder © All Eyes On Us (2-3: Mark&Julia, 4: Meshit)





Swimming Pool with Romy Schneider

2013/01/04

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Dolce Vita with Romy


Apropos ‚high summer evening by the swimming pool’. Durch die letzte Kollektion von ICB ist uns wieder ein wunderbarer Film in den Sinn gekommen, der vor allem in Frankreich absoluten Kultcharakter innehat. Ein Dolce Vita Krimi par excellence mit einer herausragenden Besetzung: Alain Delon, Romy Schneider, Maurice Ronet und Jane Birkin. Könnt ihr euch denken um welchen Film es sich handelt?
Es geht um den 1969 erschienenen Film Swimmingpool. Ein wirklich ausdrucksstarker  und beeindruckender Film, in dem sich die Handlung vorwiegend vor träumerischer Kulisse abspielt und man eine bezaubernd aufspielende Romy Schneider zu sehen bekommt. Wer noch nicht die Gelegenheit hatte, diesen Filmschatz anzuschauen, sollte dies unbedingt nachholen. Für alle Schnellentschlossenen haben wir  eine Kurzfassung als Text und Video zusammengestellt. Die umwerfende Romy Schneider hatte diese Rolle übrigens ihrem ehemaligen Verlobten Alain Delon zu verdanken, der darauf bestand nur mit ihr diesen Film zu drehen. Für Romy  bedeutete dies ein furioses Filmcomeback nach einigen Jahren der Filmabstinenz.

Über den Film:
Die beiden Hauptprotagonisten Marianne (Romy Schneider) und Jean-Paul (Alain Delon) verbringen ihren Sommerurlaub zu zweit in einer wunderschönen eher abgelegenen Villa bei St. Tropez.
Eines Tages kündigt sich Henry (Maurice Ronet), ein alter Freund Jean-Pauls  und zugleich ehemaliger Geliebter Mariannes, an. Henry wird begleitet von seiner Tochter Pénélope (Jane Birkin). Marianne lädt die beiden dazu ein bei ihnen zu bleiben. Von hier ab entwickelt sich nun die klassische Vierecksgeschichte. Jean-Paul beobachtet Marianne und Henry, die sehr vertraut miteinander umgehen, fortan eifersüchtig. Gleichzeitig fühlt er sich jedoch selbst zu Henrys Tochter hingezogen, die er schließlich verführt. Die anfänglichen harmlosen Anspielungen und gegenseitigen Anziehungen spitzen sich zum Ende hin immer weiter zu und enden in einem dramatischen Finale.


Apropos ‚high summer evening by the swimmingpool’. Induced by the latest ICB collection a wonderful film came to our minds, which holds absolut cult status particularly in France. It is a dolce vita movie par excellence with an outstanding cast: Alain Delon, Romy Schneider, Maurice Ronet and Jane Birkin. Can you guess what movie this is about?
We are talking about the expressive Swimming Pool,  which was released in 1969. Its storyline is mainly taking place in front of a dreamful tuscan scenery. Whoever has not had the chance to see this impressive film, yet, should definitely do so.  For the more impulsive ones who do not want to wait, we put together a short summary as a text and a movie. The remarkable Romy Schneider got this role thanks to her former fiancé Alain Delon, who insisted on making the film only with her. For Romy this meant a furious comeback after not filming for a few years.

About the movie:
The two main protagonists Marianne (Romy Schneider) and Jean-Paul (Alain Delon) spent their summer vacation in a beautiful rather isolated villa close to St. Tropez. One day Henry (Maurice Ronet), an old friend of Jean-Paul and former lover of Marianne, announces himself. Henry is accompanied by his daugther Pénélope (Jane Birkin) . Marianne invites the two to stay with them and from this point up things start to get out of control. Henceforth Jean-Paul starts to keep an eye on Marianne and Henry, who seem to be more than well aquainted with each other. At the same time he feels attracted to  Henry’s daughter, who he eventually seduces. The initial harmless innuendos and mutually attractions  heat up more and more and cause a dramatic finale.




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